Interfacing
Audio and Images

Works introducing the
digital link between audio and images.

MEIOSIS / 1990


A synthetic contemplation of meiosis. The texture animation was programmed by Bob in IrisGL on an SGI Onyx running IRIX.
The score was programmed in Turbo C on an Atari ST. Both computers were connected via a serial RS232 connection.
Michael Saup and Bob O’Kane 1990

DRUM / 1990


An algorithmic drum battle introducing artist Achim Wollscheid acting as a parapsychologist employing the Zener test for extrasensory perception. The film sequence from my film “paradays” was stored on an Abekas A60 harddiskrecorder, at the time the only option to access 1 minute of video in realtime, and was accessed by a C program from an Atari ST, that created the soundtrack on the fly. Film sequences were not cut, but rather controlled and reorganised in time. The algorithm was inspired by the Period Three Theorem of bifurcation.
Michael Saup 1990

PULSE8 / 1992


An interactive installation where incoming audio triggers changes in the system.

Der »Puls« ist ein Zeichen des Lebens. Er ist die Druckwelle in den Arterien, den das Herz durch seine Kontraktion auslöst. Die natürliche Zahl »8« liest sich gekippt als das Zeichen für Unendlichkeit. In diesem Titel steht die Zahl zudem für den 8. Tag, den Tag nach der göttlichen Schöpfung.

Auf dem zentralen Bildschirm sind pulsierende, sich bewegende und verformende Elemente zu sehen: die »supreme particles« der virtuellen Materie. Die flankierenden äußeren Bildschirme zeigen die 8 als Zeichen der Unendlichkeit. Um sich den Bildern zu nähern tritt der Betrachter auf ein Steinfeld, das als radioaktives Feld zu verstehen ist. Denn das eigentliche Produkt der Informationsgesellschaft sind die radioaktiven Überreste ihres Energieverbrauchs. Der Klang, der durch das Betreten entsteht ist eine Information, welche die Verwandlungen der Bilder auf dem zentralen Schirm auslöst. Durch den Klang seiner Schritte sowie das Flüstern, Sprechen oder Singen in der Nähe der Bildschirme beeinflusst der Betrachter die Masse und Bewegungsrichtung der visuellen Elemente. Sie sind in einem sich selbst regulierenden System verbunden. Ein zufälliger Algorithmus und die Gesetze der Schwerkraft bestimmen ihre Bewegungen.

Die Version von »Puls8« aus dem Jahr 2004 zeugt von einer anderen Perspektive auf die Möglichkeiten virtueller Welten als die Version aus dem Jahr 1992: Die Schöpfung digitaler Welten durch die Hand des Programmieres hat ihre Grenzen. Denn die immaterielle Kommunikation verbraucht reale fossile Ressourcen. Sind diese verbraucht und wird auf atomare Energie zurückgegriffen, werden atomare Spuren das eigentliche Erbe der nächsten Generationen sein, nicht die kulturellen Artefakte.

Text: Margit Rosen